Laurentius-Fachoberschule für Sozialwesen und Gestaltung
Laurentius-Fachoberschulefür Sozialwesen und Gestaltung

Die Jahresausstellung der Laurentius-Fachoberschule

Am Dienstag, 06.03.2018 fand die Vernissage der Laurentius-Fachoberschule unter dem Motto "LeerPlan"statt. Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse der Ausbildungsrichtung Gestaltung präsentierten bis 18.03.2018 ihre Kunstwerke aus eineinhalb Jahren Schulzeit im „Kunsthaus Reitbahn 3“ in Ansbach.

 

Nach der musikalischen Einleitung durch „Forrest Drive“ (Schulband des Laurentius-Gymnasiums) und der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden des Kunstvereins Brücke ‘92 e.V., Herrn Baumann, hieß auch der Direktor der Abteilung Bildung der Diakonie Neuendettelsau, Herr Weigart, die Künstler und Gäste willkommen. Im Anschluss folgten Danksagungen der Schulleiterin, Frau Wania-Olbrich sowie der Schülerinnen und Schüler. Das humoristische Highlight des Abends war der englischsprachige Vortrag von Pál Németh, der unseren Schüler/-innen im vergangenen Schuljahr in Ungarn über zwei Wochen den Bronzeguss näherbrachte.

 

Wir gratulieren den Schülerinnen und Schülern sowie den betreuenden Lehrkräften herzlich zur überaus erfolgreichen Ausstellungseröffnung.

 

Weitere Infos finden Sie auch unter https://www.diakonieneuendettelsau.de/presse/fos12-vernissage/.

Infoveranstaltung zum Übertritt an die Laurentius-FOS

 

 

 

 

Am 20.01.2018 fand die Infoveranstaltung der Laurentius-Fachoberschule statt.

Während der zweistündigen Veranstaltung erhielten interessierte Schüler/-innen und Eltern alle Informationen zum Übertritt an die Fachoberschule. Die Schulleiterin Frau Wania-Olbrich und ihr Stellvertreter Herr Goßmann stellten die Laurentius-FOS vor. Sie wurden dabei von Schüler/-innen der 12. Klassen unterstützt, die über ihre Erfahrungen an unserer Schule sowie im Praktikum berichteten.

Im Anschluss gab es bei einem kleinen Imbiss Raum für den Austausch, Fragen und Wünsche. Abschließend bestand die Möglichkeit, während einer Führung über das Gelände die Räumlichkeiten sowie die Ausstattung der Schule näher kennenzulernen. 

Die FOS 12 im Kletterwald

Am 21.09.2017 begab sich die 12. Jahrgangsstufe mit drei Lehrkräften der Laurentius-FOS auf ein Abenteuer in den Kletterwald Weiherhof. Um kurz nach 8 Uhr versammelten sich die Schüler/-innen am Busbahnhof, um geschlossen zum etwa eine halbe Stunde entfernten Klettergarten mit dem von der Schule bereitgestellten Bus zu gelangen.

 

Vor Ort wurde bereits auf die Gruppe gewartet und es ging direkt an die Ausrüstungsverteilung, Sicherheitsanweisung und das Üben des Umgangs mit dem Parcours. Die in zwei Gruppen eingeteilten Schüler/-innen führten mit Eifer die Angaben der Einweiser aus, um daraufhin voller Tatendrang in Eigenregie die vielzähligen, unterschiedlich schwierigen, Parcours in Angriff zu nehmen. Die nicht mitkletternden Mitschüler/-innen beobachteten das bunte Treiben und feuerten die Klassenkameraden an. Bei den schwereren Parcours war etwas Unterstützung notwendig, wozu sowohl die Mitschüler/-innen als auch die mitkletternde Lehrkraft bereit waren. Der Braunbär-Parcours, eine der schwierigsten der Anlage, wurde nicht von vielen gemeistert, allerdings stärkte der Versuch, diesen zu bezwingen, den Klassenzusammenhalt.

 

Nach mehreren Stunden, Verschnaufpausen und Seilhängern war es auch an der Zeit nach Neuendettelsau zurückzufahren. Alles in allem war es ein wunderbarer Ausflug, an den sich viele mit Stolz zurückblickend erinnern werden.

 

Xenia Streck

 

Bronzeguss der G11 in Ungarn

Vom 24.07 bis 04.08.2017 durfte unsere G11 als Teil der innerschulischen fachpraktischen Ausbildung, verbunden mit der Abschlussfahrt, in Ungarn die Feinheiten des Bronzgusses kennenlernen.

P.A.R.T.Y.- Projekt der FOS S11 in der Clinic Neuendettelsau

Im Juli nahm die FOS 11 S am P.A.R.T.Y-Projekt (Prevent Alcohol and Risk Related Trauma in Youth) der Clinic Neuendettelsau teil, bei dem sie Folgen von risikobereiten Verhalten sowie Handy und Alkohol im Straßenverkehr aufgezeigt bekamen.

Es begann mit Vorträgen von Dr. Kopschina, der das Projekt koordiniert und Herrn Thomas von der Polizei Heilsbronn, bevor die Schülerinnen und Schüler mit weiteren Ärzten und Pflegern einen Rundgang durch die Clinic machten. Dabei wurden Stationen wie der Schockraum, die Intensivstation und die Physiotherapie besichtigt, also diejenigen, die von Schwerverletzten nach einem Unfall durchlaufen werden. Zusätzlich bekamen sie die Möglichkeit, einen Krankenwagen einmal mit allen Details erklärt zu bekommen.

Abschließend hörten die Schülerinnen und Schüler noch einen Vortrag von einem ehemals Schwerverletzten, wie sich sein Leben nach dem Unfall veränderte und er in den Alltag zurückfinden musste.

Wir bedanken uns bei der Clinic Neuendettelsau für diesen interessanten und informativen Tag!

Studienfahrt der S11 nach Amsterdam

Nach einer etwa achtstündigen Zugfahrt kamen wir um circa 16 Uhr in unserem Hostel an. In den nächsten zwei Stunden hatten wir Zeit uns in den Zimmern häuslich einzurichten. Anschließend fuhren wir um 18 Uhr alle gemeinsam mit der Metro in die Stadt. Nun konnten wir uns dort zwei Stunden lang umsehen. Die meisten von uns gingen eher shoppen oder essen, anstatt die Stadt zu besichtigen.

Am nächsten Tag stand eine Grachtenfahrt und unter anderem auch das Nemo Museum an. Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir in die Innenstadt. Die Grachtenfahrt verlief sehr entspannt. Wir saßen an Deck des kleinen Schiffes und hatten von dort aus einen guten Ausblick. Nachmittags besuchten wir das „Nemo Museum of Science“. Dort konnten wir in die Welt der Wissenschaft eintauchen, was sich als sehr interessant herausstellte. Zuletzt machten wir mit unseren Lehrern noch eine kleine Stadttour. Den Abend durfte sich dann jeder so gestalten, wie er wollte.

Mittwochs besuchten wir vormittags das Anne-Frank-Haus. Von außen war das Haus sehr unscheinbar, genau wie alle anderen, doch was wir innen entdeckten war großartig. Jeder von uns kannte Anne Frank und ihre Geschichte, aber dies mit allen Details zu erleben war nochmal ganz neu. Mit Audio-Guides wurden wir durch das Haus geführt und konnten Videos, Bilder und einige Besitztümer und Dokumente der Verfolgten bestaunen. Dadurch fühlte es sich noch realer an und man konnte sich teilweise in die Situation der Anne Frank hineinversetzen. Alle fanden das Museum interessant und würden es auch noch ein zweites Mal besuchen. Danach konnten wir Schüler unsere Zeit in der Stadt verbringen. Um 15 Uhr trafen sich alle, da wir noch eine Stadttour vor uns hatten. Eine junge Frau zeigte uns verschiedene Stadtteile in Amsterdam, über die sie uns sehr viel und ausführlich erzählte. Kurz vor Schluss durften wir noch einen Käse probieren, welcher natürlich vorzüglich schmeckte. Der Gang durch Amsterdam dauerte zwar zwei Stunden, doch durch die lustige und nette Führerin fühlte sich diese Zeit um einiges kürzer an.

Am Donnerstag durften wir selbst entscheiden, was wir in Kleingruppen unternehmen wollten. Die meisten machten eine Shoppingtour. Allerdings konnten wir um 9 Uhr wahlweise mit zum "Albert Cuyp Markt" gehen. Bei den vielen Ständen fand jeder von uns Vieren etwas Schönes. Das Beste dort waren die leckeren selbstgemachten Waffeln, die man in verschiedenen Varianten mit Schokosoße und Marshmallows oder M&M´s usw. kaufen konnte. Danach besichtigten wir zu dritt das Madame Tussauds, wo wir uns mit unseren Lieblingsstars fotografierten. Außerdem konnten wir dort gemeinsam mit Adele unsere Gesangskünste testen, was wir sehr cool fanden. Als Alternative hätten wir aber auch mit unseren Lehrern das Reichsmuseum besuchen können.

Abends waren wir zum Abschluss noch alle gemeinsam mit unseren Lehrern Pizza essen und anschließend in einer Bar. Da stellten wir fest, dass auch Lehrer locker und witzig sein können.

Nach einem kurzen Frühstück traten wir am Freitag die Heimreise an und erreichten um kurz vor 17 Uhr endlich den Ansbacher Bahnhof.

Amsterdam war ein tolles Erlebnis und wir hatten in dieser Woche sehr viel Spaß.

 

Franzi, Vanessa, Johanna

Besuch des Bayerischen Rundfunks

Am 23. Juni 2017 bekam die G11 die Möglichkeit den Bayerischen Rundfunk in Nürnberg zu besuchen. Die Klasse wurde zwei Stunden lang von einem ehemaligen Mitarbeiter über das Gelände geführt. Dabei erhielt sie spannende Eindrücke, wie es hinter den Kulissen bei Hörfunk und Fernsehen abläuft.
Die Schüler durften Teile einer Live-Sendung beim Radiosender Bayern plus erleben und wurden anschließend über Entstehung und Ablauf aufgeklärt. Ebenso wurde vermittelt, wie konzentriert und aktuell die Moderatoren und Reporter bei ihrer Arbeit bleiben müssen.
Des Weiteren konnte das Fernsehstudio der Frankenschau besichtigt werden, in welchem sich die Klasse unter anderem mit einem Greenscreen oder einem Teleprompter vertraut machen konnte. In der Regie wurden der enorme Aufwand und die harte Arbeit anhand des Schnittmaterials der Sendungen dargelegt.
Durch die Führung konnten die Schüler einen neuen und informativen Eindruck gewinnen und lernten verschiedene Fassetten der Rundfunkwelt kennen. Wir danken dem Bayerischen Rundfunk und den Mitarbeitern für die tolle Erfahrung.

 

Leila Gatterer, G11

Anmeldung

Zwischen dem 06. und 17.03.2017 konnten Sie sich bei der Laurentius-Fachoberschule anmelden. Für die Ausbildungsrichtung Sozialwesen besteht unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin die Möglichkeit, aufgenommen zu werden. Bitte kontaktieren Sie uns!

Infoveranstaltung am 11.02.2017

Am 11.02.2017 hatten Schüler/-innen und Eltern die Gelegenheit, sich über die Laurentius-Fachoberschule zu informieren.

Nach der Begrüßung durch die Schulleiterin, Frau Wania-Olbrich, gab der stellvertretende Schulleiter, Herr Goßmann, einen Überblick über die wichtigsten Informationen zum Übertritt an die Laurentius-Fachoberschule.

Schüler/-innen aus der G11 und S12 berichteten über Erfahrungen an der Laurentius-Fachoberschule.

Schüler/-innen der G11 präsentierten ihre Praktikumsarbeiten:

Führung über das Schulgelände


FOS 12 - Black & White im Amtsgericht Nürnberg

Es war tatsächlich Zufall, dass das Thema „Black & White“ just in der Mottowoche der FOS 12 auf der Tagesordnung stand. Schließlich war der Besuch beim Amtsgericht in Nürnberg geplant; passend gekleidet also! Den Schülerinnen und Schülern ist bereits beim Betreten des Gerichtsgebäudes klar geworden, dass es sich nicht einfach nur um einen Schulausflug handelt. Die Einlasskontrolle ist der eines Flughafens ähnlich und folgt strengsten Sicherheitsrichtlinien. Auch das Verhalten im Gerichtssaal ist bei ausgeschaltetem Handy, absolutem Sprechverbot und dem verpflichtenden Erheben vom Sitz, wenn die Richterin den Saal betritt, ein Zeichen für viel Ordnung und Disziplin.

Zwei Verhandlungen des Jugendgerichts durften wir mitverfolgen. Dabei hatten die Schülerinnen und Schüler der FOS die Aufgabe, sich Notizen über den typischen Ablauf einer Gerichtsverhandlung zu machen und auch die typische Sitzordnung in einem Gerichtssaal zu skizzieren. Im ersten Fall ging es um mehrfache Leistungserschleichung einer Nürnbergerin, die wiederholt mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln „schwarz“ gefahren ist. Tatsächlich droht ihr nun im Wiederholungsfall der Jugendarrest; und das wegen 1,70€!
Der zweite Fall handelte vom illegale Führen von Drogen in kleinen Mengen. Hier war es interessant zu sehen, wie es der Richterin durch das Gespräch mit dem Angeklagten gelang, nach und nach die zunächst verschwiegene Wahrheit ans Licht zu bringen. Uns wurde bewusst, dass man als Richterin mehr als nur das Kennen der Paragrafen im Gesetzbuch im Werkzeugkasten haben muss. Der Fall wurde ohne Urteil geschlossen, jedoch mit abzuleistenden Arbeitsstunden des Angeklagten in einer sozialen Einrichtung.

Am Ende der beiden Verhandlungen nahm sich Richterin Klotz-Fische noch Zeit, um die vielen Fragen unserer Schülerinnen und Schüler zu beantworten. Unsere Erkenntnis daraus: Als Richterin braucht man sehr viel Menschenkenntnis und auch Berufserfahrung und steht dennoch immer wieder vor neuen Rätseln, wenn es darum geht, die Wahrheit ans Licht zu bringen: „veritatem dies aperit“!

 

 

Werkserkundung bei Audi in Ingolstadt

Im Februar war die FOS 12 gemeinsam mit der Q11 des Laurentius-Gymnasiums im Audi-Werk in Ingolstadt. Neben einer Werksbesichtigung der Fertigungshallen stand auch ein Besuch im Audi-Museum auf dem Programm. Dort konnte man den Werdegang der Firma sehr schön anhand der Entwicklung der Originalautos verfolgen. Ein wirklich interessanter Tag – nicht nur für Autoliebhaber.

 

 

Infoveranstaltung zum Übertritt an die Laurentius-Fachoberschule

Die Infoveranstaltung zum Übertritt an die Laurentius-Fachoberschule fand am 30.01.2016 statt.

Hier hatten Schüler/-innen und Eltern die Möglichkeit, Graffitis zu sprühen und die Ausstellungen der Paramentik, der Förderwerkstätten sowie der Kunstlehrkräfte anzusehen.

Nach der Vorstellung der Laurentius-Fachoberschule durch Frau Wania-Olbrich, Herrn Bernard sowie drei unserer Schüler, fand bei Snacks und Kaffee ein reger Austausch statt.
Im Anschluss gab es die Möglichkeit, an einer Führung durch die Räumlichkeiten und das Schulgelände der Laurentius-Fachoberschule teilzunehmen.

 

 

Weihnachtsfeier 2015

Am 23.12.2015 fand die gemeinsame Weihnachtsfeier der FOS 11 und der FOS 12 statt.

Neben einer selbst gestalteten Andacht und einem Krippenspiel, hatten die Schüler/-innen eine Fotopräsentation, verschiedene Spiele und natürlich allerlei Leckereien vorbereitet.
 

 

 

 

 

 

Schüler/-innen wie Lehrkräfte erlebten gemeinsam einen entspannten letzten Schultag vor den Weihnachtsferien, an dem sie sich auf die Festtage einstimmen konnten.

 

 

Weihnachtskonzert 2015

"Ehre sei Gott in der Höhe" - Mit diesem Motto entstand eine bezaubernd feierliche Stimmung auf dem Weihnachtskonzert des Gymnasiums und der Fachoberschule in der St. Laurentius-Kirche. Hier unsere Eindrücke von Chor, Vokalensemble und Unterstufenchor an diesem eindrucksvollen Abend.
Fröhlich und ernst, festlich und temperamentvoll, feierlich und unbeschwert, klassisch und modern, deutsch und in anderen Sprachen stimmten die Chöre auf das schönste Fest des Jahres ein.

Die jungen Sänger und alle Beteiligten ernteten Beifallsstürme. Die Laurentiuskirche erlebte einen außerordentlichen Abend mit einem musikalischen Spannungsbogen von "Tochter Zion" zu Beginn und "Oh du fröhliche" am Ende.

Vielen Dank an alle Musiker, Chorsänger, Herrn Kurz und alle Beteiligten an diesem wunderbaren Konzert!

 

 

Abschlussfahrt 2015 nach Prag

Milena Leidel, FOS 11, berichtet über die Abschlussfahrt in "Die Goldene Stadt":

Nach einer für die meisten aus der Klasse unverschämt kurzen Nacht ging es am Montag, den 13. Juli 2015, gegen 6.00 Uhr (!), wenn gute Christen noch schlafen, vom Busbahnhof in Neuendettelsau ab nach Prag.

 

Verständlicherweise blieben uns die herrlichen Landschaften der Oberpfalz, die wir durchfuhren, verschlossen, denn wir hatten ja die Augen noch zu. Bis zur Grenze gönnte uns Herr Stabl zwei Stunden Schlaf, dann aber, wir waren ja schließlich auf einer Kulturfahrt, mussten die ersten Referate abgearbeitet werden. Den Blick auf das Manuskript gerichtet, das Bordmikrophon in der Hand, schlüpften die Referenten in die Rolle eines Reiseleiters und präsentierten Wissenswertes und Interessantes über die Geographie und Historie der Tschechischen Republik sowie Sehenswertes und Aktuelles über die Hauptstadt Prag, unser Reiseziel.

Nach einer überraschend staufreien Fahrt erreichten wir viel früher als geplant gegen 10.15 Uhr den kleinen Bahnhof in Prag. Weil der zufälligerweise ganz in der Nähe des größten Einkaufzentrums von Prag liegt, dem "Palladium", nutzten wir die Zeit bis zur Stadtführung, um Vorräte aufzufüllen, den Hunger und Durst zu stillen oder für anderweitige Geschäfte. Glücklicherweise lag auf dem Weg auch eine seriöse Wechselstube mit guten Konditionen, bei der wir unsere Euros in tschechische Kronen tauschen und damit erste wichtige Erfahrungen sammeln konnten.
Nach der Mittagspause steuerte der Busfahrer den Hauptbahnhof an, wo unsere Stadtführerin zustieg. Anschließend nahm er uns den schweißtreibendsten Teil der Stadttour ab, indem er uns zum Prager Burgberg kutschierte. Von dort führte uns die freundliche und kompetente Tschechin sudetendeutscher Abstammung namens Erika Kafka fünf Stunden lang quer durch die Stadt, vom Hradschin über die Karlsbrücke bis zur City von Prag. Mit pädagogischem Geschick, nach einer dreiviertel Stunde durften wir jeweils zehn Minuten pausieren, und ausgezeichneten Deutsch- und Ortskenntnissen brachte sie den „lieben Mädchen und Jungens“ die Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten der tschechischen Hauptstadt näher. Trotz der langen Dauer und zunehmender Erschlaffung bekamen wir einen wirklich guten Einblick in die bewegte Geschichte der Stadt. Am frühen Abend checkten wir im Hotel "Olšanka", nur drei U-Bahnstationen vom Wenzelsplatz entfernt, ein und machten uns fertig für das gemeinsame Abendessen beim Italiener gegenüber vom Hotel, genossen das abendliche Treiben der Großstadt und die laue Nacht.
Am Dienstagmorgen hatten wir den ersten Kontakt mit der Prager U-Bahn. Zwar gibt es in jeder Klasse ein paar "Blinde", aber wer mit wachen Augen durch den Tag geht, erkennt schnell, wie der Hase bei den öffentlichen Verkehrsmitteln läuft. Nicht so eine Schülerin aus der Klasse, die ein sportliches Experiment wagen musste, nämlich eine der Rolltreppen in der verkehrten Richtung zu passieren. Aller Ansporn vieler Passanten und Klassenkameraden sowie der sportliche Ehrgeiz waren vergebens; mangels Kondition und dem Höllentempo tschechischer Rolltreppen scheiterte das Unterfangen kurz vor dem Ziel: Sie musste sich abwärts treiben lassen und wir durften auf sie warten.
Aufgrund der großzügigen Zeiteinteilung und des flotten Laufstils von Herrn Stabl erreichten wir das Kafka-Museum so rechtzeitig, dass wir vor dem Museum noch die nackten Tatsachen zweier Männerplastiken intensiv studieren sowie mittels Referate zweier Mitschülerinnen auf Kafka eingestimmt werden konnten. Eine sympathische junge Dame vermittelte uns anschließend in anschaulicher Weise und portionsgerecht die düstere Welt Kafkas, den Einfluss der Stadt Prag auf sein Leben und Wirken sowie dessen schwieriges Verhältnis zu seinem Vater und den Frauen. Trotz der gefälligen Führung waren alle Beteiligten froh, die im Museum so gekonnt nachempfundene düstere Welt des Dichters wieder verlassen zu können. Der Rückweg über die Karlsbrücke Richtung Zentrum führte uns zur Josephsstadt, dem ehemaligen Judenviertel von Prag mit seinem weltberühmten Friedhof und den interessanten bzw. prächtigen Synagogen, die wir je nach Interesse und Geldbeutel in Eigenregie erkunden konnten.
Willkommene Abwechslung zu so viel Kultur und Historie bot am Nachmittag der Asia-Markt nördlich des Moldaubogens, sofern man in der Lage war, ihn zu finden. Wir begegneten aufdringlichen Händlern, die Imitate von "Michael Kors" und "Louis Vuitton" und anderen Markenwaren nicht ganz legal an den Mann oder die Frau bringen wollten. Manche Mädels bewiesen beim Feilschen mit den Händlern außergewöhnliches Talent, was den Geldbeutel schonte. Abends traf sich die Klasse noch einmal, und zum letzten Mal, beim Italiener gegenüber des Hotels. Das Essen war zwar wieder gut, aber Umgangston und Verhalten der Bedienung nicht nach unserem Geschmack. Den späten Abend ließen dann die meisten der Klasse in der Hotelbar mit Herrn Stabl und Frau Thury gemütlich ausklingen.
Mit der netten und kompetenten Reiseführerin vom Montag machten wir uns am Mittwochmorgen auf zur Burg Karlstein, eine Stunde südwestlich von Prag, einer Königsburg aus dem 14. Jahrhundert. Errichtet wurde das Bauwerk unter Karl VI., sein heutiges Äußeres verdankt es jedoch späteren Herren, die es ganz im Stil der Renaissance neu gestalteten. Der Fußweg vom Parkplatz zur Burg dauerte nur eine halbe Stunde, war aber für manche wegen der enormen Steigung schweißtreibend. Die Führung durch das altehrwürdige Gemäuer, das im nächsten Jahr sein 700-jähriges Jubiläum feiert, übernahm wieder eine nette junge Dame, etwas schüchtern und unsicher, aber kompetent und jugendfreundlich. Trotz der bedächtigen Art war ihr unsere Aufmerksamkeit gewiss. Für Gelächter sorgte Herr Stabl, als er plötzlich ein gekochtes Frühstücksei aus seiner Brusttasche zauberte, das er eigentlich zum Frühstück verspeisen wollte, aber in der Hektik vergessen hatte. Auf dem Rückweg zum Busparkplatz konnten die meisten Schüler dem Duft der Trdelník nicht länger widerstehen. Das sind traditionell tschechische Teigrollen, die über offenem Feuer gebacken und danach in Zucker und Zimt gewendet werden. Den Abschluss des kulturellen Teils an einem nahegelegenen See bildeten Referate zum Prager Frühling, an den sich die Reiseführerin mit Schaudern erinnerte, zu Smetana und Dvorak. Der Rest des Nachmittags stand nach der Rückkehr in Prag zur freien Verfügung. Zum Abendessen testeten wir dieses Mal in einem gemütlichen Lokal in der Prager City deftige tschechische Spezialitäten und bewunderten die Karlsbrücke bei Nacht, bevor wir das Hotel aufsuchten, dabei eine wertvolle Erfahrung machten mussten: Tagesticket öffentlicher Verkehrsmittel immer abstempeln, denn Achtung: Sonst wird’s teuer!
Am Donnerstag erwartete uns mit dem Besuch der Kleinen Festung und des Judenghettos Theresienstadt, benannt nach der Kaiserin Maria Theresia, ein emotional "harter Brocken". Die sogenannte Kleine Festung diente im 19. und 20. Jahrhundert als Gefängnis für politische Gefangene, im Zweiten Weltkrieg schließlich der Gestapo als Gefängnis. Die bekanntesten Gefangenen waren die Attentäter von Sarajevo, Auslöser des I. Weltkriegs. Besonders eindringlich und beklemmend bis beängstigend wirkten auf uns die Massen-, Einzel- und Dunkelzellen, in denen man politische Gefangene wie auch später viele Juden demoralisierte, demütigte, peinigte und ermordete. Welche Wirkung diese Zellen haben mussten, konnten wir am eigenen Leib erfahren, als unser Reiseleiter, ein Wahl-Münchner, manche von uns in eine kleine Zelle bat, weitere Schüler hineinstopfte und die Tür verriegelte oder uns in der Dunkelzelle minutenlang alleine ließ. Die paar Minuten Anschauungsunterricht haben doch manches Gesicht fahl werden lassen, so dass wir froh waren, nach kurzer Zeit die Zellen wieder verlassen zu können. Keiner von uns kann sich aber vorstellen, wie man in der Dunkelheit monatelang ausharren kann. Wen wundert es, dass Selbsttötung bei den Häftlingen an der Tagesordnung war. Nach diesem intensiven Erlebnis durchliefen wir einen 500 Meter langen Flucht- und Verteidigungstunnel, wobei es sehr wichtig war, auf den Kopf zu achten und den Gedanken an die Klaustrophobie zu verdrängen.
Als Einstimmung in die nächste Episode unseres Aufenthalts in Theresienstadt betrachteten wir den Dokumentarfilm "Der Führer schenkt den Juden eine Stadt", in dem Theresienstadt der Welt von der NS-Propaganda als "jüdische Mustersiedlung" vorgeführt wurde. Tatsächlich wurde die Stadt, auch Große Festung, zum Judenghetto umfunktioniert, beklemmend dargestellt in der Lektüre "Die Kinder von Theresienstadt", aus der Herr Stabl während der Rundfahrt vorlas. Das Ghetto war zunächst Sammel- und Durchgangslager, vor allem für die jüdische Bevölkerung des von den Nazis besetzen Landes. Nach der Wannseekonferenz wurden in das Lager auch alte oder als prominent geltende Juden aus Deutschland und anderen besetzten europäischen Ländern geschickt; anschließend deportierte man sie in die Vernichtungslager von Auschwitz oder Treblinka. Mit einer kurzen Besichtigung des Krematoriums endete unsere interessante, aber auch belastende Tour nach Theresienstadt.
Kulinarisch bereichernd, aber mangelhaft in Sachen Dienstleistung und Service, so das Fazit unseres letzten gemeinsamen Aufenthalts in einem tschechischen Lokal, bevor sich ein Teil der Klasse im Park nahe des Hotels einfand, um den Abend ausklingen zu lassen, während der andere Teil die größte Disco Mitteleuropas "Karlovy Lazne" eroberte.
Nach kurzer Nacht nebst einfallslosem Hotel-Frühstück checkten wir gegen 10.00 Uhr aus und fuhren mit dem Bus in die Innenstadt, um die letzten Kronen auszugeben und uns von Prag mit seinen schönen Plätzen, Gemäuern und dem herrlichen Treiben zu verabschieden. Gegen 13.00 Uhr starteten wir die Heimreise. Letzte Referate über Hasek, Milan Kundera sowie das böhmische Bäderdreieck verlangten nochmals unsere ganze Aufmerksamkeit und rundeten unsere Kulturreise ab, bevor wir der Heimat entgegenschlummern und –fiebern konnten.
Abschließend geht ein Dankeschön an unseren netten und besonnenen, stets gut aufgelegten Busfahrer Peter, der uns jederzeit sicher herumkutschiert und jeden Spaß mitgemacht hat, den wir mit einem kleinen Geschenk zu "Biertränen" rühren konnten. Auch Herrn Stabl und Frau Thury, die uns eine wunderschöne und unvergessliche Abschlussfahrt ermöglicht haben, sei herzlich gedankt.

 

 

Verleihung des Robert-Limpert-Preises 2013

Am 18.04.2013 wurde im Theresien Gymnasium in Ansbach der Robert-Limpert-Preis 2013 verliehen. Unter anderen Schule sind auch die Laurentius-Fachoberschule und das Laurentius-Gymnasium Träger dieses Preises, der von der Bürgerbewegung für Menschenwürde in Mittelfranken e. V. ausgeschrieben wurde.

 

 

Schule ohne Rassismus -

Schule mit Courage

Am 19.12.2012 wurde der Laurentius-Fachoberschule und dem Laurentius-Gymnasium der Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" in feierlichem Rahmen verliehen.

Brückencenteraktion

 

 

40 x Kinderschminken und 300 Luftballons…

… so lautet die zählbare Bilanz der FOS 12, die an zwei Tagen im Brückencenter Ansbach auf sich aufmerksam machte.

Im Rahmen der Brückencenteraktion „Werkstattladen Bruckberg und Öffentlichkeitsreferat Diakonie Neuendettelsau“ in Ansbach präsentierte sich die FOS am 13. und 14. November 2012 mit dem Schülerprojekt „Zukunftschance soziale FOS“.

So konnte die 12. Klasse der Laurentius-Fachoberschule neben ihrem Informationsangebot auch das im Wirtschaftsunterricht erlernte Wissen des Sozial-Marketings in der Praxis anwenden. Unsere FOS-Schüler sind schließlich auch dafür prädestiniert, mit Menschen jeden Lebensalters in Kontakt zu treten. Bei Lebkuchen unserer Diakonie-Bäckerei und Gummibärchen durften sich die mit ihren Eltern einkaufsbummelnden Kinder schminken lassen und anschließend stolz einen Gasluftballon durch das Brückencenter ziehen.

Die FOS 12 konnte in zahlreichen Gesprächen über unser Schulzentrum, insbesondere über die FOS informieren. Die Schüler unserer kleinen Schule haben somit in professioneller Art und Weise auf sehr großer Plattform unser erweitertes Bildungsangebot über die Grenzen Neuendettelsaus hinaustragen können.

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Laurentius-Fachoberschule
Waldsteig 9
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